10 Mari Bohley

4. November 2012 bis 11. Januar 2013

Im Spiegel des Endlichen

Abstrakte Kalligraphie und Buchobjekte

71. Kabinettausstellung im Kunstkabinett im Alten Rathaus

 

Vernissage: Sonntag, 4.November, 11.00 Uhr

 

Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 17.00 Uhr

 

Buchobjekte - Arbeiten auf Papier und Mischtechniken auf Leinwand

 

Kalligraphie, die Kunst des schönen Schreibens, ist in der westlichen Welt eine seit langem unterbewertete Kunstrichtung und wird eher der Gebrauchsgrafik zugerechnet. Die in Dresden lebende und arbeitende Kalligrafin Mari Emily Bohley geht in ihrer Arbeit einen Schritt weiter. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist meist ein Gedanke als geschriebenes Wort. Da die Lesbarkeit des Wortes den Ausdruck einschränken würde, reduziert sie das Wort oft auf seine grafische Linie. In den Gestaltungen geht es ihr wie im Leben - die hübsche Hülle allein reicht ihr nicht. Eine künstlerische Arbeit interessiert sie erst dann, wenn sie etwas Verborgenes enthält - eine Geschichte, Erfahrung oder Stimmung, wie sie nicht allein der Textinhalt vermittelt, sondern der Duktus, das eingesetzte Material und der freie Raum zwischen den Zeichen.

Bohley Schönheit bedeutet für sie Lebendigkeit, die sich nicht dem flüchtigen Blick offenbart, sondern auf deren Entdeckung wartet. Wenn es ihr gelingt, ein Blatt, eine Collage oder eine Leinwand so zu gestalten, dass sie von ihren Gefühlen erzählt und doch ihr Geheimnis bewahrt, dann empfindet sie die Arbeit als gelungen. Augustinus sagte: "Das Schöne ist der Glanz des Wahren."

Neben ihren abstrakten Kalligrafien zeigt sie außergewöhnliche Buchobjekte, die mehr an Skulpturen als an Bücher erinnern.

Mehr zur Künstlerin: www.mari-emily-bohley.de


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